Gerhard Baader

* 03. Jul 1928 in Wien
† 2020

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Gespräch vom 25. Jun 2019
104 min
Inhaltsverzeichnis

Kurzbiografie

Gerhard Baader wurde 1928 in Wien geboren. Die Eltern studierten beide an der Universität Wien. Der Vater durfte jedoch keine akademische Karriere einschlagen, da seine Ehefrau Jüdin war, und arbeitete deshalb als Lehrer.

Die Familie war immer wieder Repressalien ausgesetzt und musste mehrfach umziehen. Der Vater lehnte eine Ehescheidung ab und wurde entlassen. Gerhard war im Gymnasium Angriffen von Lehrern und Mitschülern ausgesetzt und wurde 1942 von der Schule ausgeschlossen. Beide Eltern und der Sohn wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet. Der Vater starb früh, Mutter und Sohn erlebten das Kriegsende gemeinsam in Wien.

Nach akademischer Ausbildung und Tätigkeit in Wien und München arbeitete Gerhard Baader ab 1967 als Medizinhistoriker an der Freien Universität Berlin. Er gründete mit Kollegen das „Kollektiv sozialistischer Mediziner“ und arbeitete ab 1980 gemeinsam mit Studenten die Rolle der Medizin in der Zeit des Nationalsozialismus auf. Für dieses Projekt wurde ihm zum neunzigsten Geburtstag das Bundesverdienstkreuz verliehen. Er kehrte zum aktiven Judentum zurück und engagierte sich in der Synagoge in der Pestalozzistrasse in Berlin. Gerhard Baader verstarb am 14. Juni 2020.

Fotos

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